

Warum stehen an der B 49 kleine grüne Zäune am Straßenrand? Natürlich wissen das die NAJU-Kids und antworten sofort: Das sind Amphibienzäune. Die verhindern, dass die Amphibien beim Queren der Straße überfahren werden. Jedes Frühjahr stellen engagierte NABU-Mitglieder diese Zäune auf und sammeln in aller Frühe die Kröten und Frösche ein, die aus dem Wald beim b-05 zu ihren Laichgewässern am Biebrichsbach und anderen Feuchtgebieten wollen.
Ute berichtet, dass das Trinkwasser der Montabaurer jetzt nicht mehr nur aus dem Wald am Köppel kommt, sondern über weite Strecken aus dem Rheintal zugeleitet werden muss. Kein Wunder, wenn jeder Deutsche durchschnittlich circa eine Badewanne voll Wasser am Tag verbraucht. Hinzu kommen 57 Badewannenfüllungen pro Tag für „verstecktes“ Wasser, z.B. für die Produktion unserer Nahrung und Kleidung.
Als Tierfamilien durchstreifen die Kinder mit Katharina, Birgit, Ute und Michaela den Wald und üben sich im Gruppenverhalten von Rehen, Wildschweinen und Kaninchen. Mit den zuvor erlernten Beispielen für das Fressverhalten der jeweiligen Tiergruppen im Kopf, halten die NAJU-Kids während der Wanderung auch nach frischen Baumtrieben, abgenagter Rinde und Wühlspuren im Boden Ausschau. Dabei begegnen ihnen die ersten Frühjahrsblüher wie Huflattich und Schneeglöckchen. Mit Michaela stellen die Kinder dann mittels Spiegeln „den Wald auf den Kopf“.
Bei der Eroberung eines Schatzes, der durch einen Feuersalamander bewacht wird, wird es dann spannend. Die Tierfamilien müssen Aussagen von Birgit zum Thema Amphibien mit „wahr“ oder „falsch“ beurteilen. Unsere NAJUs wissen natürlich, dass der Feuersalamander ein giftiges Sekret abgibt, um sich vor Parasiten zu schützen und dass fast alle Amphibien ihre Eier als Laich im Wasser ablegen. Daher kommen die Tierfamilien fast zeitgleich am Schatz an.
Bei schönstem Sonnenschein haben die beiden NAJU-Gruppen und ihre Betreuerinnen wieder einen erlebnisreichen Morgen, der am Waldspielplatz in Horressen endet.
Michaela Teusch / Ute Klapthor / Katharina Hutgens / Christoph Bröder