
Wie gesund sind unsere kleinen Fließgewässer? Das erforscht die NABU-Gruppe Montabaur seit einigen Jahren im Rahmen des FLOW-Projekts. Mit Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger werden die Gewässerqualität und die Artenvielfalt untersucht – ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Natur!
Für die anspruchsvolle Aufgabe sind gut geschulte GruppenleiterInnen gefragt. Deshalb finden 2025 Schulungen in Universitätsstädten wie z.B. Leipzig, Stuttgart und München statt. NABU-Mitglied Eva Molsberger-Lange leitete die einzige ganztägige Präsenzschulung „auf dem Lande“, im Naturschutzzentrum Westerwald „Alte Schule“. Die Teilnehmenden erhielten grundlegende Kenntnisse über heimische Makrozoobenthos-Ordnungen und -Familien. Neben wichtigen Bestimmungs- und Unterscheidungsmerkmalen häufiger Organismen stand vor allem die praktische Anwendung im Vordergrund: Mit Hilfe von Stereomikroskopen wurden Proben aus dem Elbertbach sortiert und bestimmt.

Was ist Flow? FLOW ist ein Citizen Science-Projekt zum ökologischen Monitoring kleiner Fließgewässer. Ziel des FLOW-Projekts ist es, gemeinsam mit interessierten BürgerInnen den ökologischen Zustand kleiner Bäche zu untersuchen und zu bewerten. Von April bis Anfang Juli 2024 waren bundesweit insgesamt 62 FLOW-Gruppen an über 80 Probestellen aktiv.
Projektleitung und Koordination liegen in den Händen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Leipzig) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Die mit den Teilnehmenden erhobenen Gewässerdaten fließen in ökologische Studien ein. Darauf aufbauend werden zukünftig lokale und regionale Strategien zum Gewässerschutz entwickelt und mit teilnehmenden Gruppen und relevanten Akteuren vor Ort umgesetzt.
Fotos: Kristin Moldvan